



Berlin. (lop) Der bdo-Kongress 2010 unter dem Thema „Wirtschaftsfaktor Bus“ hat gestern und heute im Maritim Hotel Berlin mit rund 330 Teilnehmern ein machtvolles Bild der Geschlossenheit in der Branche gegenüber der Politik abgegeben. „Wir müssen unsere Stärken besser verkaufen“, rief bdo-Hauptgeschäftsführer Gunther Mörl die Mitglieder aus den Landesverbänden zu mehr eigenem Engagement auf. In der Bustouristik, dem Schwerpunkt des zweitägigen Kongresses, habe das Beispiel Italien gezeigt, „dass wir zwar interessante Gespräche mit zuständigen Ministern über die Probleme der Bustouristik führen können – getan hat sich allerdings nichts.“ Mörl erinnerte in diesem Zusammenhang an die Bus-Demonstration vor der EU in Brüssel, als zu wenige mitmachten, um eine machtvolle Stärke der Branche zu demonstrieren. „Jeder von uns ist aufgerufen, sich für unsere Sache stärker einzusetzen, damit wir besser wahr genommen werden“, betonte Mörl. Da passte es nur ins Bild, dass Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sein Erscheinen kurzfristig abgesagt und einen seiner Staatssekretäre geschickt hatte. bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück formulierte deutliche Forderungen des mittelständischen Busgewerbes an die Adresse der politisch Handelnden. Darunter die Herausnahme des Reisebusses aus der Umweltzonen-Regelung, eine Extra-Lösung bei den Ruhezeiten unabhängig vom LKW, keine Busmaut und die Abschaffung des Grünen EU-Fahrtenblattes als überflüssige Bürokratie. Im touristischen Teil wurden die Busreiseveranstalter dazu aufgefordert, in ihren Programmen mehr die besonderen Leistungen des Busses herauszustellen und vor allem „mehr Begeisterung und Erlebnis“ zu verkaufen. ((Wir berichten über die ganze Tagung ausführlich im neuen EuroBus)).