
Die Umsatzerwartungen für 2010 sind gedämpft: 98 Prozent der Bustouristiker erwarten in diesem Jahr schlechtere (47 Prozent) oder allenfalls gleich bleibende Geschäftsergebnisse (51 Prozent). Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sieht es kaum besser aus. Nur sieben Prozent gehen von einem wachsenden Geschäftsverlauf aus. Die Mehrheit von 64 Prozent erwartet allenfalls gleich bleibende Ergebnisse, während 29 Prozent einen Umsatzrückgang voraussagen. Als Ursache für diese bescheidene Prognose aus unternehmerischer Sicht werden ein steigender Kostensenkungsdruck und eine Abnahme der Schülerzahlen und damit verringerte Ausgleichszahlungen gesehen. Viele Unternehmen befürchten auch einen Dumping-Wettbewerb bei der Ausschreibung von Verkehrsleistungen. Diese Einschätzungen sind das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hervor, die zum fünften Mal erhoben wurde. An ihr beteiligten sich 160 Busunternehmen. Die tatsächlichen Zahlen aus dem Vorjahr übertrafen allerdings die Erwartungen. Für das Krisenjahr 2009 hatten nur zwei Prozent mit einem positiven Geschäftsverlauf gerechnet. Letztlich meldeten aber 44 Prozent der Unternehmen einen insgesamt gestiegenen Umsatz, 43 Prozent auch einen höheren Gewinn. Allerdings nahm der Gesamtumsatz aller Unternehmen um ein Prozent ab, der Gewinn sogar um durchschnittlich 3,9 Prozent. Einbußen gab es bei den Urlaubsfahrten ins Ausland. Dagegen stieg der Marktanteil für den Inlandstourismus in 2009 um elf Prozent. Das Geschäftsjahr 2009 schloss für den ÖPNV mit einem Umsatzplus von 2,9 Prozent. Neben einem leichten Anstieg der Fahrgastzahlen wirkten sich die gefallenen Diesel-Preise günstig aus. Die vollständige Auswertung der Konjunkturumfrage finden Sie unter www.bdo-online.de