Startschuss fĂŒr Kulturhauptstadt „Ruhr 2010“
 

VERLAG EUROBUS GMBH

Startschuss fĂŒr Kulturhauptstadt „Ruhr 2010“

Donnerstag, 07.01.2010

Die Messe Stuttgart wird auf der CMT 2010 die „Metropole Ruhr – Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ als „KulturSpezial“ mit einem hochwertigen Programm prĂ€sentieren. Die Region ist geprĂ€gt durch die imposanten Hinterlassenschaften des industriellen und die unbegrenzten Möglichkeiten des nachindustriellen Zeitalters. Die Kulturhauptstadt Europas prĂ€sentiert das Ergebnis eines mehrjĂ€hrigen und tief greifenden Wandlungsprozesses des Ruhrgebiets. Hunderte Kulturinstitutionen, KĂŒnstler und Kulturschaffende in der Metropole Ruhr sind seit Jahren die Basis dieses Wandels und bilden eine der reichsten Kulturlandschaften Europas. RUHR.2010 integriert als erste Kulturhauptstadt Europas das Thema „Kreativwirtschaft“ ins Gesamtkonzept. Es spielt eine zentrale Rolle beim Schaffen neuer ArbeitsplĂ€tze und zukunftsfĂ€higer Strukturen. Die Messebesucher können sich ĂŒber alle Highlights am Stand von RUHR.2010 wĂ€hrend der gesamten Dauer der CMT informieren. Gleich 53 deutsche StĂ€dte bilden 2010 gemeinsam eine EuropĂ€ische Kulturhauptstadt. Denn in Deutschland hat nicht die Stadt Essen allein den Zuschlag bekommen, sondern gemeinsam mit 52 weiteren StĂ€dten der Region tief im Westen. Noch nie gab es so viele GrĂŒnde, in die „Metropole Ruhr“ zu fahren - im Kulturhauptstadt-Jahr gibt es laut dpa dort ein volles Programm mit rund 2500 Veranstaltungen. „Local Heroes“ heißt ein Projekt das jede Woche eine andere Stadt der Metropole ins Visier nimmt nach dem Motto, „52 Wochen - 52 StĂ€dte“. Neben Essen mit dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein sind GroßstĂ€dte wie Bochum, Dortmund, Duisburg und Oberhausen dabei. Ausstellungen, Lesungen und Theater, Kunst und Kabarett und etliche Stadtfeste sind geplant. Den Auftakt macht nach dem offiziellen Startschuss zum Kulturhauptstadt-Jahr am 9. Januar Dinslaken. Rockmusik und eine Theaterrevue in einer fahrenden Straßenbahn stehen dabei auf dem Programm. Den Schlusspunkt setzt HĂŒnxe am 31. Dezember 2010. Essen als 53. Stadt der Metropole Ruhr soll das ganze Jahr lang ein „Local Hero“ sein. DrittgrĂ¶ĂŸter Ballungsraum Europas Mit rund 5,3 Millionen Menschen ist die Region der drittgrĂ¶ĂŸte Ballungsraum Europas - gleich hinter London und Paris. Bei der Reisemesse ITB 2009 trat der „Pott““ entsprechend selbstbewusst auf - zum Beispiel mit dem Slogan: „Was haben London und Paris gemeinsam? Weniger Museen als die Metropole Ruhr.“ Einige davon sollen 2010 von sich reden machen: das neue Folkwang-Museum in Essen zum Beispiel, nach einem Entwurf des britischen Architekten David Chipperfield, eröffnet jetzt im Januar. Anders als das alte Klischee es will, stehen zwischen Emscher, Ruhr und Rhein-Herne-Kanal nicht nur Hochöfen und Schornsteine zwischen Bergwerken und Kohlegruben. Dass das buchstĂ€blich verstaubte Image mit der Wirklichkeit von heute wenig zu tun hat, will die Region unter Beweis stellen. Dabei wird nicht verdrĂ€ngt, dass das Ruhrgebiet ohne Bergleute und Stahlkocher nicht das geworden wĂ€re, was es ist. Auf die industriellen Wurzeln soll nach Auskunft von Marc Oliver HĂ€nig, Pressesprecher der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, das Projekt „Schachtzeichen“ aufmerksam machen: In der Woche nach Pfingsten steigen ĂŒber alten Schachtanlagen mehr als 300 große gelbe Ballons in den Himmel, die zeigen, wo ĂŒberall unter Tage gearbeitet wurde. Eine Region singt Das ganze Ruhrgebiet soll am 5. Juni zur BĂŒhne werden. Dann ist zu hören, wie die Region klingt: Beim „Day of Song“ lassen Tausende von SĂ€ngern in Dutzenden von StĂ€dten ihre Stimmen hören - in Konzert- und OpernhĂ€usern genau wie in KaufhĂ€usern, Kirchen und KindergĂ€rten, auf Straßen, PlĂ€tzen und in Parks. Das soll nicht nur ein Ereignis fĂŒr die SĂ€nger auf der BĂŒhne sein, auch die Zuschauer sollen mit einstimmen. Ein ganz anderes Projekt ist „Still-Leben“ - dabei soll ausdrĂŒcklich weniger zu hören sein als sonst. Am 18. Juli wird der Ruhrschnellweg, die Autobahn A40/B1, gesperrt. Zwischen Duisburg-Innenhafen und Dortmund-Hörde geht dann von 11 Uhr bis 17 Uhr auf knapp 60 Kilometer fĂŒr Autofahrer gar nichts mehr - was ganz neue Möglichkeiten schaffen soll, die sonst immer volle Hauptschlagader des Ruhrgebiets von einer neuen Seite zu erleben. Auf der Strecke werden sich 20.000 Tische zu einer langen Tafel aneinanderreihen, an der alle, die Lust haben, Platz nehmen können, um mitzufeiern. Das Programm setzt auf Alltagskultur von der Rockband bis zum Kirchenchor, Skat-Stammtisch und HipHop. Mit dem Ruhrgebiet stellt Deutschland zum dritten Mal eine Kulturhauptstadt. Berlin (1988) und Weimar (1999) waren die VorgĂ€nger. Wann Deutschland das nĂ€chste Mal dran ist, steht noch nicht fest. Festgelegt sind die LĂ€nder, die KulturhauptstĂ€dte stellen dĂŒrfen, derzeit bis 2019. In diesem Zeitraum ist Deutschland aber nicht erneut berĂŒcksichtigt. Die Initiative zur Benennung einer ersten Kulturhauptstadt ging 1985 von der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri aus. Ihr Ziel war es laut der EU-Kommission, einen Beitrag dazu zu leisten, dass „die Menschen in Europa einander nĂ€herkommen“.

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